Thursdays 2-4pm GMT / 15-17h CET on London’s Sub FM.
Sep 2nd w/ IZC presenting new music by Littlefoot, Omar S, Robbing Hood, Simon/off, Structures, Submerse and others (d/l mp3 w/ 128kbps/111mb)
Sep 9th – cancelled, sorry!
Further shows on September 16th, 23rd and 30th.
Dates
Sep 3: Ars Night w/ James Blake, Dokta G.D, Len, Rod @ Tabakfabrik/Linz
Sep 4: OK Night w/ Lena, IZC @ OK Centrum/Linz
Sep 9: Raw w/ Siba, Ronin, Bedaranks, Jay-S, Koe, Odd, Rak3te, Se.Vero @ Fluc_wanne/Wien
Sep 16: Critical Mass @ Wien (4:30pm Schwarzenbergplatz)
Sep 18: Therapy Sessions (2nd floor) w/ Lloop & Point, Skeletor & Minos, Koe, Silentwolf @ Arena 2nd/Graz
Sep 25: Wide Open Eyes Shut w/ Sebastian Russell (live), Stellardrive (live), The Scarabeusdream (live), Cheever, Simon/off @ Postgarage 2nd/Graz
Oct 17 – 24: Unsound Festival w/ FaltyDL & Cosmin TRG (live), Shackleton (live), Joy Orbison, Dorian Concept, Mount Kimbie, Terror Danjah, Badawi, Actress (live), Deadboy b2b Jackmaster, James Blake, Spatial, Kontext, Kyle Hall, Eleven Tigers, Supra1, Dave Q, Beatbully b2b Melkeveien, The Phantom b2b Zeppy Zep, etc. @ Kraków
Oct 21 – 26: Elevate Festival w/ Actress, Altered Natives, Baconhead, Chris Corsano, Christoph De Babalon, Claro Intelecto, DeadFader, DJ Spinn, Elektro Guzzi, Emeralds, Fritz Ostermayer & Felix Kubin, Giles Smith, Girl Unit, Hudson Mohawke, Jamie xx, Joy Orbison, Merzbow/Pandi, Mount Kimbie, Chrissy Murderbot, Oneohtrix Point Never, Over at the Stars, Piece of Shh, Project MOE, Pursuit Grooves, Robert Hood, Rotator, Sandwell District, Terre Thaemlitz, Tweakers, Walls, WoO, Yoko Tawada & Nik Bärtsch, etc. @ Graz
Während die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Ländern wie Russland laufend in den grossen Medien thematisiert wird, verändern sich die demokratischen Spielregeln im EU-Raum in einem wesentlich stärkeren Ausmass, als dies weiten Teilen der Bevölkerung bewusst ist. Gerade in letzter Zeit scheint Österreich dabei eine Vorreiterrolle übernommen zu haben. Auf Basis einer xenophoben und rassistischen Grundstimmung in den österreichischen Medien scheint sich das Land in grossen Schritte in Richtung eines autoritären Polizeistaats zu entwickeln. In der Folge einige Beispiele, welche die Breite und Intensität der jüngsten Entwicklungen veranschaulichen:
Mafiaparagraphen gegen AktivistInnen
In einem Prozess gegen 13 TierrechtsaktivistInnen, die sich seit Mai 2008 in Untersuchungshaft befinden, wird diesen die Bildung einer kriminellen Organisation nach §278a vorgeworfen. Dieser Paragraph wurde ursprünglich 1993 gemeinsam mit dem § 165 StGB gegen Geldwäsche eingeführt, um bei der Bekämpfung der organisierte Kriminalität bereits die Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation unter Strafe zu stellen. Wie auch in anderen Ländern werden Anti-Mafia-Gesetze dazu missbraucht, unbequeme AktivistInnen mit drakonischen Strafen zu bedrohen.
Repression gegen Asylwerber
In einer Novelle des Fremdenrechtsgesetzes wurde mit Jahresbeginn die Möglichkeiten der Behörden, neuerliche Asylanträge (sog. Folgeanträge) abzulehnen, stark ausgeweitet. Daneben wurde eine Gebietsbeschränkung für AsylbewerberInnen eingeführt, die fortan den ihnen zugewiesenen politischen Bezirk nicht mehr verlassen dürfen. Asylbewerber ohne festen Wohnsitz – etwa jene, die bei Vereinen wie jenem von Ute Bock hauptgemeldet sind – müssen sich zudem alle zwei Wochen bei der örtlichen Polizeistation melden. Es gibt Berichte, wonach Teile der Behörden diese Regelungen gezielt benützen, um AsylbewerberInnen in Schubhaft nehmen und in weiterer Folge unrechtmässig abzuschieben. Diese Abschiebungen werden dann in der Regel möglichst rasch durchgeführt, um selbst wenn sich diese als illegal Herausstellen sollte, vollendete Tatsachen geschaffen zu haben. Bei den dafür eigentlich notwendigen Heimreisezertifikate stimmen zudem meist die Namen nicht mit jenen der tatsächlich abgeschobenen Personen überein bzw. fehlen komplett.
In Wien trat – wie auch in anderen österreichischen Gemeinden und Bundesländern – mit 1. Juni 2010 ein Bettelverbot in Kraft. Damit wird selbst das Fragen nach Kleingeld oder der Verkauf von Strassenzeitungen strafbar. In der Praxis wendet sich das Gesetz vorwiegend gegen Roma aus Südosteuropa.
Seit Anfang des Jahres patrouillieren zudem zahlreiche Polizeikommandos in U-Bahn-Stationen. Ausweiskontrollen und Durchsuchungen betreffen dabei vorwiegend Menschen mit dunkler Hautfarbe, Obdachlose werden meist aus den Stationen vertrieben.
Kriminalisierung von Protest
Seit Anfang des Jahres ist auch eine härteres Vorgehen gegen Demonstrationen zu bemerken. Wie etwa im Falle der Demonstration gegen den WKR-Ball 29. Januar 2010 in Wien, deren Anmeldung von der Polizei nicht genehmigt wurde und deren TeilnehmerInnen (laut Polizeiangaben 500) von Beginn an eingekesselt und angezeigt wurden (rund 700 Anzeigen). Dabei kam es auch zu zahlreichen willkürlichen Verhaftungen.
Am ersten Mai kommt es zu gewalttätigen Übergriffen der Polizei gegen eine Demonstration in Linz, während in Wien eine Demonstration von Beginn an eingekesselt und damit verhindert wird.
Am 1. Juli 2010 werden die Teilnehmer eines spontanen Protestzugs zum Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände in Wien im Anschluss an eine Bleiberechts-Kundgebung mit mehreren tausend TeilnehmerInnen perlustriert und müssen mit Anzeigen rechnen.
Judith Butler’s speech from June 19th, 2010 (de w/ en subtitles):
Groups which Judith Butler would have dedicated the Civil Courage Prize if she had acceped it:
- GLADT, the only independent self-organized initiative for lesbian, gay, bisexual, transsexual and transgender people with Turkish origins outside of Turkey.
- LesMigraS, the anti-violence and anti-discrimination department of Lesbenberatung Berlin e.V., a helpdesk for Lesbians.
- SUSPECT, a new group of queer and trans migrants, Black people, people of colour, and allies, with the aim to monitor the effects of hate crimes debates and to build communities which are free from violence in all its interpersonal and institutional forms.
- ReachOut, a helpdesk for victims of right-extremist, racist and anti-semitic violence in Berlin.
Feature at 3sat (de):
In a press-release issued the next day, SUSPECT – one of the organizations mentioned by Judith Butler for representing civil courage in Berlin – argues:
Sadly this is happening once again, for the people of colour organisations who according to Butler should have deserved the award more than her are not mentioned once in the press reports to date. Butler offered the prize to GLADT (www.gladt.de), LesMigraS (www.lesmigras.de), SUSPECT and ReachOut (www.reachoutberlin.de), yet the one political space mentioned in the reports is the Transgenial Christopher Street Day, a white-dominated alternative Pride event. Instead of racism, the press focuses on a simple critique of commercialisation. This even though Butler herself was quite clear: ‘I must distance myself from complicity with racism, including anti-Muslim racism.’ She notes that not just homosexuals, but also ‘bi, trans and queer people can be used by those who want to wage war.’
Campaign: Boycott BP!
We must use our dollars to vote against this type of corporate behavior! We must send a clear message that human death, ecosystem destruction, and collateral damage are unacceptable in the pursuit of oil. Pledge now to boycott BP and its brands! Giant, multinational corporations speak one language and one language only: money. Let’s speak their language by simply choosing to send our money elsewhere!
Wonk Room: BP’s Secret Army Of Oil Disaster Contractors
The true story of the BP disaster is how private contractors, not the government, are handling the response. Of the 25,000 people responding to the greatest environmental catastrophe in the history of the nation, 21,000 are under contract to the foreign oil giant BP. This private army includes workers shipped in from California making $10 an hour to clean the beaches, ex-military public relations experts, and submarine robotics companies. (June 18, 2010)
Telepolis: “No asses to kick” – Die Ölpest und die organisierte Verantwortungslosigkeit
Werden Schadensansprüche und andere Forderungen im Zusammenhang mit der Ölpest im Golf erst einmal vor Gericht verhandelt, sieht die Sache für BP nicht so schlecht aus. Das sagt die Erfahrung, die exemplarisch auf Exxon-Valdez verweist – Exxon musste nach langem juristischen Hader weniger als die Hälfte dessen zahlen, wozu der Konzern zunächst verpflichtet wurde (18. Juni 2010)
Telepolis: Und noch mehr Öl
Zahlen über den Ausfluss im Golf von Mexiko erneut nach oben korrigiert (16. Juni 2010)
Spiegel: Subprime am Meeresgrund
Immer tiefer, immer riskanter: Weltweit bohren Multis in der Tiefsee nach dem Rohstoff Öl. Die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko zeigt: Unbehelligt von wirksamen Kontrollen folgen die Firmen nur eigenen Interessen. Die Sicherheitsstandards sind auch in der Nordsee nicht besser. (31. Mai 2010)
Spiegel: Der Höllentrip
Die Ökokatastrophe im Golf von Mexiko zeigt, wie hoch die Risiken der Offshore-Ölförderung sind. In immer größeren Meerestiefen setzen die Konzerne ihre Bohrer an, um der Erdkruste noch die letzten Barrel Öl zu entreißen. (12. Mai 2010)